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Steiners GeschichteSteiners Geschichte (C.H. Beck 2014)

Steiner sei mit seiner Familie hierhergekommen und habe sofort alles Österreichische abgelehnt und alles Slowakische abgelehnt und habe immer wieder nur gesagt, dass es keine Heimat gebe, dass er und seine Familie, also auch Ina, keine Heimat haben. Wir haben keine Heimat mehr, habe er immer wieder betont, auch nicht nach Jahren, auch nicht nach Jahrzehnten. Heimat, das ist dort drüben, hinter dem Eisernen Vorhang, das ist dort, wo man nicht hingelangen kann, nicht weit, aber doch unendlich weit. Und würde man tatsächlich nach Limbach gehen, wäre das eines Tages möglich, wäre es doch keine Heimat. Es gibt einen Haus und einen Hof und einen Kartoffelacker, wusste Ina, und Weinberge und eine Kirche und Birkenwälder und die Ruinen einer alten Burg, aber das alles zusammen sei dennoch keine Heimat.


Ein atmosphärischer und spannender Roman über Schuld und Vertreibung, Leid und Verrat. – Buchkultur, Okt. 2014

Eine anspruchsvolle, atmosphärisch sehr dichte Lektüre, die ihre Zeit braucht, die meines Erachtens aber interessierten LeserInnen für ein tieferes Verständnis unserer Gegenwart speziell im Osten Österreichs sehr zu empfehlen ist. – Bibliotheksnachrichten, 2015

Leise und feinsinnig schafft er in seinem jüngsten, fast 500 Seiten starken Roman „Steiners Geschichte“ Figuren, die eine wuchtige, fast biblische Kraft entwickeln. – aus der Urteilsbegründung zur Vergabe des Gisela-Scherer Stipendiums, 2015