Lesung/Diskussion in Žilina

Video-Diskussion/Lesung in Žilina

In Žilina diskutierten der Schriftsteller Michal Hvorecký und ich nicht nur über die Themen meines Romans Steiners Geschichte, sondern kamen auch auf die aktuelle politische Situation in Österreich und der Slowakei zu sprechen. Michal hat selbst gedolmetscht. Nach der Diskussion erzählten mir zwei ältere karpatendeutsche Frauen ihre Geschichte auf Deutsch. Es sind das jene berührenden Momente, für die ich sehr dankbar bin. Am nächsten Tag führte mich eine Teilnehmerin durch die wunderschöne Kleine Fatra.

Die gesamte Diskussion wurde auch auf Video aufgezeichnet.

 

„Kopfloser Reiter“ auf Radio Vorarlberg

Radio Vorarlberg

Die Worte „Salz“, „Notbeleuchtung“ und die Phrase „Ich späre nämlich auf ein Pferd“ sollten vorkommen – das waren die Vorgaben für das Gastgeschenk jener zwölf Autorinnen und Autoren, die am Osterwochenende auf Einladung des Hotels Schwärzler nach Bregenz gekommen waren. Nach Textdiskussionen wurden die zwölf „Gastgeschenke“ schließlich vom ORF aufgenommen. Am 17. Juni war meine Geschichte mit dem Titel „Kopfloser Reiter“ dran.

Die Sendung lässt sich hier noch sieben Tage lang nachhören. Meine Lesung beginnt ca. bei Minute 31.

Eine Anthologie mit den gesammelten Texten aller Autorinnen und Autoren wird in den nächsten Tagen erscheinen.

Heinrich-Heine Stipendium in Lüneburg

Heinrich-Heine Stipendium in Lüneburg

Das Heinrich-Heine-Haus in Lüneburg ist ein Patrizierhaus aus dem 15ten Jahrhundert, in dem Heinrich Heines Eltern lebten. Neben kulturellen Veranstaltungen werden jährlich mehrere Aufenthaltsstipendien für Schriftstellerinnen und Schriftsteller vergeben. Zu meiner großen Freude wurde dabei mir ein solches Stipendium gewährt. Von Mai bis August verbringe ich also meine Tage hier in Lüneburg, um an einem neuen Roman zu arbeiten.

 

Kurz nach meiner Lesung führte die Landeszeitung der Lüneburger Heide ein Interview mit mir.

„Wenn der Wiener Autor Constantin Göttfert schreiben will, dann geht er am liebsten in ein Café von leicht morbidem Charme …“, heißt es dort. Was noch drin steht erfahren Sie hier.

Zehnseiten.de – Lesung

Video-Lesung aus „Steiners Geschichte“

Ina Steiner ist schwanger, aber kurz vor der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter bittet sie Martin, den Erzähler in Constantin Göttferts neuem Roman, um eine Auszeit. Ihr Großvater Steiner ist gestorben und hat sie mit zu vielen offenen Fragen zurückgelassen.

 

Steiners Geschichte. Roman.
479 S.: Gebunden
C.H.BECK ISBN 978-3-406-66757-2

Ina Steiner ist schwanger, aber kurz vor der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter bittet sie Martin, den Erzähler in Constantin Göttferts neuem Roman, um eine Auszeit. Ihr Großvater Steiner ist gestorben und hat sie mit zu vielen offenen Fragen zurückgelassen.

Ina ist an der March, im österreichischen Grenzgebiet zur Slowakei, aufgewachsen, aber ihre Familie sind Karpatendeutsche, Vertriebene, die in Österreich nie heimisch geworden sind und nicht heimisch werden wollten. Die Vergangenheit liegt wie ein großer, alles erdrückender Schatten über dem Leben von Jahrzehnten, über der Familie, die daran zerbricht. Ina macht sich auf die Suche nach der Herkunft ihrer Familie in der heutigen Slowakei und Martin folgt ihr nach, auf eine Reise in die Vergangenheit und die Gegenwart von Ost und West, Tätern und Opfern, Verlierern und Gewinnern nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. In diesem großen Roman erzählt Constantin Göttfert präzis und dicht, atmosphärisch und spannend, mit einem Sinn für das groteske Detail von Schuld und Vertreibung, von Leid und Verrat, von ungesühnten Verbrechen und dem Überleben und davon, wie eine Gegenwart erst möglich ist, wenn der Schatten der Vergangenheit verfliegt.

Mein neuer Roman „Steiners Geschichte“ im Herbst 2014 bei C.H.Beck

Mein neuer Roman „Steiners Geschichte“ im Herbst 2014 bei C.H.Beck

Ich bin aufgewachsen an der österreichisch-slowakischen Grenze. Die 80er Jahre waren eine Zeit, in der auch in Österreich Bunker gebaut und Atomschutzübungen in den Klassenzimmern durchgeführt wurden. Die Grenze zur damaligen Tschechoslowakei wurde scharf bewacht. Beim Spaziergang am Grenzfluss war uns Kindern der Anblick von Wachtürmen und das Gebell der Hundestaffel sehr vertraut.

In den letzten vier Jahren habe ich mich einem größeren Roman gewidmet, der dies- und jenseits dieses ehemaligen Grenzflusses zwischen Kapitalismus und Kommunismus spielt. Es ist eine Familiengeschichte, deren Wurzeln an beiden Seiten der March liegen.

Als ich einen befreundeten Fotografen bat, mich auf einen Spaziergang entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs zu begleiten, sagte er sofort zu. Dort, wo zu meiner Kindheit noch die Soldaten in den Jeeps auf Patrolle fuhren, führt jetzt ein Radweg an den ehemaligen Grenzhäusern und Wachtürmen vorbei. Auch das Zollhäuschen ist aufgelöst – dort werden jetzt Blumen verkauft.

Die folgenden Bilder entstanden auf diesem Spaziergang.